11.05.2014

Mit Interesse habe ich die Seite dorotheenwalde.de durchstöbert.

Ich habe als Kind und Jugendlicher fast jede Ferien in dem Dorf bei der Familie Matz verbracht.

Hier ein Gedicht von mir, das Sie gerne auf der Seite veröffentlichen können.

Wolfgang Werth

http://werth.wwhp.de

Mein Dorotheenwalde

 

Erinnerungen aufgemacht

und aufgetürmt wie auf 'ner Halde.

Gefühle werden wieder wach:

Mein Dorotheenwalde.

 

Dies Dorf ist, ach, so selten klein,

doch das tat uns nicht stören.

Wenn's hinten rief: "Fein's Liebchen, mein",

vorn konnten wir es hören.

 

Eine Schule gab es nicht.

Wir schleppten unsre Fibel.

Der Lehrer war kein Bösewicht.

Zum Tanz ging's durch den Triebel.

 

Es fehlte auch der Glock' Gesang.

Man hörte nur an stillen Tagen

den verführerischen Klang

aus dem Nachbardorfe schlagen.

 

Die Kindheit glücklich, die Jugend froh,

und, um den Alten zu gefallen,

artig, fleißig,  war'n wir so?

Vielleicht ein bisschen auch von Allem.

 

Schul' und Kirch', so glaub' ich heute,

fehlten nicht zu unserm Glück.

Denn Ihr Fehlen erst befreite -

unsern Geist und unsern Blick.

 

In Gefahr das Dörflein ist.

Der Mammon greift sich's balde.

Die Glocke dröhnt dazu mit List:

Mein Dorotheenwalde.

 

Die Leute halten es für wahr,

man kann's mit Geld befreien?

D.S.D.S. - Ich bin ein Star.

"Holt mich hier raus", so möcht' ich schreien.