Hotels im Umkreis

http://www.schloss-krugsdorf.de

 

http://schloss-rothenklempenow.de

 

http://www.hotel-haus-am-see.de/hotel.htm

 

 

Der Biber brauch kein Bett

 

Seit 2009 wohnt in unmittelbarer Nachbarschaft des Dorfes ein Biber. Er ist von der Randow kommend in den sogenannten "Genossenschaftsgraben" umgezogen. Seither beseitigt er in zäher Nachtarbeit die dortige Ufer - und Wegbepflanzung und untertunnelt den Feldweg nach Gorkow. Etliche legale und illegale Bemühungen von Landwirten, das Tier zum Umzug zu bewegen, überstand der Biber unbeschadet. Seit drei Jahren versuchen nun Bewohner des Dorfes , einzelne große Bäume durch Drahtzäune zu schützen. Der Baumbestand an dem etwa 300 Meter langen bepflanzten Randstreifen des  Entwässerungsgraben ist seit 2007 um etwa 65 Prozent geschrumpft.

 

Im März 2012  widmete das Lokalblatt, der "Nordkurier", dem Biber folgenden kleinen Artikel:

Was wird aus dem Biber
von Dorotheenwalde? Umweltreporter Torsten Dinse berichtete über den zerstörten Biberdamm. Doch der Nager lässt sich nicht so leicht vertreiben.

Ueckermünde.Der Biber von Dorotheenwalde ist hartnäckig. Durch die Attacke in der kalten Jahreszeit hat er sich nicht vertreiben lassen. Er arbeitet weiter an seinem Damm – unser Foto zeigt das Bauwerk.
Naturschützer haben seine Spuren auch an Gehölzen links und rechts des Grabens entdeckt. Das Tier will sich ganz offensichtlich dort für längere Zeit häuslich einrichten und sein Revier schaffen, erläutert Torsten Dinse. Doch das wird wohl nicht möglich sein. Der Landschaftspfleger erklärt, warum: Der für den Biber so attraktive Graben ist ein Vorfluter, über diesen wird auch eine landwirtschaftlich genutzte Niedermoorwiese entwässert. Der Damm würde das Wasser im Frühjahr stauen und überlaufen lassen. Der Biber muss wohl oder übel weiterziehen, sonst gibt es ernsthafte Probleme.
Doch wie überredet man einen Biber, sich ein anderes Revier zu suchen? Gar keine leichte Sache. Die Menschen haben sich aber auch dafür etwas ausgedacht. Sie nennen es: Bibermanagement – eine Disziplin des Naturschutzes. So ein Management greift dann, wenn es zu Konflikten zwischen dem artgeschützten Tier und der Land-, Forst oder Wasserwirtschaft kommt. So wie in Dorotheenwalde. In diesem Fall könnte der Damm mit Genehmigung der Behörde wohl abgetragen werden. Solche Genehmigungen erteilt das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie. Beantragen muss sie der Nutzer, in diesem Fall der Landwirt. Noch liegt ein solcher Antrag bei der Naturschutzbehörde nicht vor, weiß Torsten Dinse.
Der Biber weiß von alledem zum Glück nichts. Für ihn zählt nur eines: Es wird Frühling. Dinse hat keine Sorgen, dass der Biber durch einen Umzug im Frühling Schaden nehmen könnte. Das Tier ist jung, zwei Jahre alt und wohl gerade aus dem Bau der Eltern ausgezogen und auf der Suche nach einem eigenen Revier.
Erst im dritten Jahr sind Biber geschlechtsreif. Dann suchen sie auch eine Partnerin und gründen eine Familie. Ein bisschen Zeit bleibt dem in Dorotheenwalde unerwünschten Nager also schließlich noch.

 

 

Bildergalerie